< Wahre Ökumene als Rückruf in die Gemeinschaft derer, die aus der vollzogenen Erlösung leben.

Vor 480 Jahren „sächsischer Münzstreit“

Die Silbermünzprägung von Kurfürst Johann des Beständigen lief auf eine Münzverschlechterung hinaus.

Währungskriege gehören zur Menschheitsgeschichte. 1530 erregte in deutschen Landen der sog. sächsische Münzstreit die  Gemüter. Kurfürst Johanne der Beständige hatte  Silbermünzen prägen lassen, die alles andere als beständig waren. Die Prägung lief vielmehr auf eine Münzverschlechterung hinaus und sollte dem Land mit seinen eigenen Silbervorkommen höhere Gewinne einbringen. Aufgrund dieser Politik kam es zu Irritationen zwischen Johann und seinem Vetter, dem Albertiner Herzog Georg. Dieser war an einer wertbeständigen Münze interessiert. Die Folge war   eine Trennung der zuvor gemeinschaftlichen Münzprägung, wobei der Bruch zwischen den beiden Herrschern zusätzlich noch durch drei Flugschriften publik gemacht wurde. Die Parteien tauschten damit ihre Argumente öffentlichkeitswirksam aus: „Brodt, Bier und alle andere Wahr wird gegeben werden wie man Müntz hat, man teuscht den Hendeler (Händler) nicht“, hieß es etwa von Seiten der Albertiner.
Im Jahr 2007 machte der österreichische Spielfilm „Die Fälscher“ die großangelegte Fälschung englischer Banknoten durch die Deutschen bekannt. Gedruckt wurden diese Scheine im Konzentrationslager Sachsenhausen. Wie in den vorausgehenden Jahrhunderten führte Krieg auch immer zu Währungskrieg. Die Sache ist sehr ernst, auch wenn es „bloß“ Währungskrieg  heißt, ist es doch Krieg.